Nie gab es mehr zu tun.

Zweifellos leben wir in einer Automobilregion. Nicht nur, weil bei uns Premiumfahrzeuge und Komponenten gefertigt werden, sondern auch, weil das Auto das Fortbewegungsmittel Nummer Eins in einer Region ist, die mit anderen Verkehrsmitteln nur unzureichend erschließbar ist. In Mobilität sehe ich daher mehr als reine Fortbewegung. Sie ist Existenzgrundlage für eine ganze Region.

Elektro-Mobilität ist dabei eine Schlüsseltechnologie, die allerdings nicht alle Anforderungen abdeckt: Handwerker benötigen Transporter, die voll beladen über mehrere hundert Kilometer am Tag ohne langwierigen Ladevorgang bewegt werden können. Ebenso müssen Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienst auch mit schwerem Gerät hohe Verfügbarkeit und Reichweite sicherstellen. Ähnlich auch im Transport- und Logistikgewerbe: Hier sind batteriegetriebene Systeme jenseits der Innenstädte derzeit bestenfalls Zukunftsmusik.  

Aus diesem Grund setze ich mich für einen ideologiefreien Umgang beim Thema Mobilität ein. Es ist nicht Aufgabe der Politik, sich auf eine Antriebsart oder einen Technologiepfad festzulegen. Vielmehr muss der Staat die Rahmenbedingungen für einen offenen Wettbewerb der Systeme schaffen, an dessen Ende  auch unterschiedliche Antriebsarten für unterschiedliche Anforderungen stehen sollten. Den politisch motivierten Totalausstieg aus der Produktion und Verwendung von Verbrennungsmotoren lehne ich ab.

Aufstieg durch Bildung und eigene Leistungsbereitschaft ist das zentrale Versprechen der sozialen Marktwirtschaft und gleichzeitig die stärkste Klammer, die unsere Gesellschaft zusammenhält. Dieses Aufstiegsversprechen wollen wir Freie Demokraten wieder mit Leben füllen! Denn noch viel zu oft entscheidet die Bildungsbiografie der Eltern über den Werdegang ihrer Kinder.

Auch die seit Jahren rückläufige Quote der Unternehmensneugründungen und Übernahmen bereitet Grund zur Sorge. Selbst wirtschaftlich erfolgreiche Betriebe finden keine Nachfolger und manch gute Idee bleibt aus Angst vor Misserfolg für immer in der Schublade. Es fehlt an Risikobereitschaft, Bildungsenthusiasmus und Raum für neue Ideen!

Unsere Schulen und Hochschulen müssen Orte für Perspektiven sein, die akademische Bildung gleichwertig mit praktischen Fähigkeiten vermitteln. Konsequent digital, international und frei von unnötigen Hürden! Deshalb setzen wir Freie Demokraten auf eine breit angelegte Föderalismusreform, um gleichwertige Bildungschancen in ganz Deutschland herzustellen.

Darauf aufbauend brauchen wir deutlich vereinfachte Gründungs- und Niederlassungsverfahren, Englisch als zweite Amtssprache und eine leistungsstarke digitale Infrastruktur. Immer mit dem Ziel: Ideen im Land halten, neue Ideen ins Land holen!

Die mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichneten Biontech Gründer Uğur Şahin und Özlim Türeci haben eindrucksvoll bewiesen, wozu Menschen in einer freien und offenen Gesellschaft mit Marktwirtschaft und Wettbewerb in der Lage sind.

Doch der Drang, immer mehr und immer tiefer staatlich regulieren zu wollen, nimmt trotzdem weiter zu. Und beim Blick in die Wahlprogramme der Mitbewerber weht einem der Geist der Unfreiheit längst nicht mehr nur vom linken und rechten Rand offen und ungeschminkt entgegen. Es wird versucht das Bild einer Welt zu zeichnen, die zwingend kleinräumiger, abgegrenzter und damit vermeintlich kontrollierbarer werden muss.

Dabei brauchen wir gerade jetzt die unkontrollierbare, schöpferische Kraft von Vielen, um die Herausforderungen der kommenden Jahre, allen voran den Klimawandel, noch erfolgreich zu meistern. Denn viele der angepriesenen „Rettungsfantasien“ sind mit einer freien Gesellschaft, so wie wir sie kennen, schlicht unvereinbar.

Wir Freie Demokraten bekennen uns wie niemand sonst zur sozialen Marktwirtschaft, zu Wettbewerb und der Freiheit des Einzelnen.